Die 7 schlimmsten Kommunikationsfehler mit Kindern

und wie du sie mit gehirnbasierter Kommunikation mit Kindern vermeiden kannst!

Als Erwachsene machen wir oft unbewusst Fehler in unserer Kommunikation. Diese führen oft zu Missverständnissen, Konflikten und im schlimmsten Fall zu einer kaputten Beziehung.
In diesem Beitrag stellen wir dir die sieben schlimmsten Kommunikationsfehler mit Kindern vor und geben dir wertvolle Tipps, wie du sie vermeiden kannst.
Wir helfen dir dabei, effektiv mit Kindern zu kommunizieren und gleichzeitig eine liebevolle und respektvolle Bindung zu Kindern aufzubauen, indem du auf eine positive, gehirnbasierte Kommunikation mit Kindern setzt.

Was ist Gehirnbasierte Kommunikation mit Kindern?

Gehirnbasierte Kommunikation ist ein auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Kommunikationstraining, dass von der Kinder- und Neuropsychologin Dr. Kathrin Mikan (Gründerin von SUPERHELDENKIDS) entwickelt wurde. Es zielt darauf ab, Wissen über unser Gehirn aus der Gehirnforschung verständlich aufzuarbeiten, damit zum Beispiel auch du dieses Wissen im Alltag nutzen kannst, um gehirn-gerecht mit Kindern zu kommunizieren.

Mehr Infos siehe unseren Beitrag hier: 3 Tipps für effektive Gehirnbasierte Kommunikation mit Kindern

Los geht’s mit den 7 schlimmsten Kommunikationsfehlern mit Kindern:

Kommunikationsfehler #1: Kritik und negative Bewertung

FALSCH: “Du machst immer alles falsch! Warum kannst du nicht einfach aufpassen?”

Kritik und negative Bewertungen können bei Kindern das Gefühl von Unsicherheit und Versagen hervorrufen. Der Selbstwert sinkt und es wirkt demotivierend.

RICHTIG: Statt deinem Kind Vorwürfe zu machen, nutze ermutigende Worte “Ich glaube an dich! Du schaffst das!”, klare, wertfreie Ansagen: „Bitte hole einen Lappen und wische das Wasser wieder auf.“ oder gibt dem Kind die Chance aus der Situation zu lernen: „Was kannst du tun, damit das nicht noch einmal passiert?“

Kommunikationsfehler #2: Ignorieren oder herunterspielen von Gefühlen

FALSCH: “Hör auf zu weinen! Es ist doch gar nicht so schlimm!”

Das Ignorieren von Gefühlen kann die emotionale Entwicklung deines Kindes beeinträchtigen. Zeige Empathie und Verständnis für seine Gefühle.

RICHTIG: Benenne stattdessen die Gefühle deines Kindes. So lernt es, wie sich Gefühle anfühlen und wie sie heißen – wichtige Basiskompetenzen um in Folge zu lernen, wie es seine Gefühle selbstständig gesund lenken kann: “Du bist ganz traurig, oder? Ich bin für dich da. Brauchst du eine Umarmung?”

Kommunikationsfehler #3: Unklare Kommunikation

FALSCH: “Mach das jetzt!”

Unklare Kommunikation kann zu Verwirrung und Kommunikationsblokaden führen. Stelle klare Anweisungen und Erklärungen bereit, um Missverständnisse zu vermeiden.

RICHTIG: “Lege bitte jetzt die Holzbausteine in die Box zurück, damit ich gut durch dein Zimmer saugen kann.”

Kommunikationsfehler #4: Übermäßiges Schimpfen und Strafen

FALSCH: „Immer lässt du alles herumliegen! Du bist so schlampig! Du darfst heute nicht fernsehen!”

Übermäßiges Schimpfen und Bestrafungen, also unnatürliche Konsequenzen, führen zu einem Gefühl von Angst und senken das Selbstwertgefühl. Nutze besser klare Ansagen und natürliche Konsequenzen.

RICHTIG: “Erst müssen wir aufräumen, damit wir Platz haben, um ein neues Spiel anzufangen. Soll ich dir helfen? Möchtest du die Bausteine aufräumen oder die Autos?“

Kommunikationsfehler #5: Unterbrechen und Nicht-Zuhören:

FALSCH: “Ich habe gerade keine Zeit, ich muss arbeiten!”

Das Unterbrechen und Nicht-Zuhören signalisiert deinem Kind, dass du seine Bedürfnisse nicht ernst nimmst. Nimm dir Zeit, um aktiv zuzuhören und deinem Kind zuzuhören und um für es da zu sein. Dies zeigt ihm: Hier bin ich sicher. Hier habe ich eine Person, die mir zuhört und die für mich da ist.

RICHTIG: Wenn du gerade in diesem Moment keine Zeit hast, dann signalisiere deinem Kind, dass du dir in Kürze für es Zeit nehmen wirst: “Ich merke, dass du mir etwas Wichtiges erzählen möchtest. Ich brauche noch 10 Minuten um meine Arbeit hier fertig zu bekommen und dann bin ich gleich für dich da!“ Natürlich gilt es hier auch, dem Kind Verlässlichkeit entgegen zu bringen, denn wollen wir dies nicht auch von unseren Kindern?

Kommunikationsfehler #6: Vergleiche mit anderen Kindern

FALSCH: „Warum kannst du nicht so ordentlich sein wie Sarah?”

Vergleiche mit anderen Kindern können das Selbstwertgefühl deines Kindes beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf seine Entwicklung haben. Fokussiere dich stattdessen auf individuelle Fortschritte und Erfolge.

RICHTIG: „In diesem Diktat hast du deutlich weniger Fehler, als im letzten! Du hast die Groß- und Kleinschreibung fleißig geübt! Klasse, weiter so!”

Kommunikationsfehler #7: Nicht authentisch sein

FALSCH: „Mir geht es gut, ich bin nicht traurig.”

Nicht authentisch zu sein und Gefühle zu verbergen, kann das Vertrauen und die Offenheit in der Kommunikation beeinträchtigen. Sei ehrlich und authentisch in deiner Kommunikation, um eine starke Bindung aufzubauen.

RICHTIG: „Ich fühle mich heute so traurig. Das hat aber nichts mit dir zu tun.“ Durch das Sprechen über Gefühle stärkst du Kinder in ihren emotionalen Kompetenzen. Im besten Fall zeigst du ihnen gleich gesunde Strategien auf, wie sie Gefühle lenken können. „Ich brauche gerade einen kurzen Moment Ruhe und male jetzt dieses Mandala aus. Möchtest du dich neben mit setzen und auch eines ausmalen?“ (Übrigens – der perfekte Ort für Materialien, die Kinder beim lenken ihrer Gefühle helfen ist eine GEFÜHLEHELDEN Zone habt ihr schon eine? Hier geht`s zu den GEFÜHLEHELDEN LINK)

Deine Worte und Handlungen haben einen starken Einfluss auf die Gehirnentwicklung Kindes und damit seine Resilienz und mentale Gesundheit.

Deine Investition in eine gute Kommunikation wird sich auf lange Sicht auszahlen und zu einer glücklichen und starken Bindung mit deinem Kind führen.


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