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3 häufige Fallen, in die Eltern beim “Nein-Sagen” tappen

3 Fallen in die Superhelden-Coaches beim “Nein”-sagen häufig tappen.

Vorteile eines “JA-Sager” Superhelden-Coaches: 

Ein „Ja“

  • stärkt die Beziehung zwischen dir und deinem Kind – Liebe
  • stärkt das Vertrauen in dein Kind („das wird es schon alleine schaffen!“) – Freiheit
  • erhöht das Selbstwertgefühl deines Kindes – Stärke
  • verbessert die emotionale Intelligenz deines Kindes – Solidarität 
  • baut Vertrauen auf – Selbstständigkeit
  • hilft Kindern ein NEIN leichter zu akzeptieren – Entscheidungsfreiheit

Warum ist es denn überhaupt wichtig ein “Nein” akzeptieren zu lernen? Ein Kind, das ein “Nein” akzeptieren kann hat gelernt

  • eigene Bedürfnisse und Wünsche zurück zu stellen
  • eigene Gefühle zu regulieren
  • sich an Regeln zu halten

All dies sind sehr wichtige Grundvoraussetzungen um in unserer Gesellschaft erfolgreich durch Kindergarten, Schule und später Beruf zu kommen.

Im folgenden beschreiben wir 3 typische Fallen, in die Superhelden-Coaches beim “Nein”-sagen häufig tappen:

1) Keine Klare Antwort geben:

Wer keine klare Antwort auf eine Frage gibt, braucht sich über eine darauf folgende Diskussion, klammernde Kinder oder möglicherweise einen Wutanfall auf ein verspätetes klares “Nein” nicht zu wundern. Eine wage oder unklare Antwort beinhaltet immer die Hoffnung auf ein “Ja”! Das Bedeutet, unser kleiner Superheld erhofft sich eine positive Antwort und ist später enttäuscht, wenn diese dann nicht wie erhofft ausfällt. Wer eine klare Antwort gibt, gibt seinem Gegenüber ein klares Signal, was zu erwarten ist. Klarheit bedeutet auch Sicherheit. So kann dein kleiner Held kurz traurig sein und dann sich anderen Dingen zuwenden anstatt hoffnungsvoll hingehalten zu werden.

2) Aus dem Nein wird ein Ja:

Ein inkonsequentes “Nein” birgt Gefahren in sich. Nicht umsonst sehen wir Kinder als SUPERHELDENKIDS, denn Kinder lernen sehr schnell, welche Knöpfe sie drücken müssen um zu bekommen, was sie wollen. Nicht unbedingt etwas, was wir ihnen beibringen wollen. Folgt auf ein “Nein” ein Betteln oder ein Wutanfall oder eine Diskussion und führt dies in den meisten Fällen zum Erfolg (also im Sinne des Kindes zu einem “Ja”) wird das Kind diese Strategie immer und immer wieder anwenden um seine Wünsche erfüllt zu bekommen. Dies kann zur Folge haben, dass wenn wir ein “Nein” wirklich ernst meinen und versuchen dieses durchzusetzen, die Wutanfälle oder Bettelattacken immer heftiger und heftiger werden. Dies ist weder für Erwachsene noch für das Kind angenehm und nicht selten entwickelt sich daraus eine “Negativ-Spirale” aus der man nur schwer wieder raus kommt!Aber Gottseidank das Leben ist ein Lernprozess! 🙂 Es dauert etwa 7-14 Tage, bis ein Kind eine neue Routine gelernt hat. Also auch z.B. ein konsequentes “Nein”. 

3) Zu oft “Nein” sagen:

Sagen Erwachsene zu oft “Nein” kann es vorkommen, dass sich eine negative Atmosphäre über die Umgebung legt. So fühlen sich Kinder dann häufig

  • nicht wahrgenommen
  • nicht wertgeschätzt
  • unterdrückt

Dies wiederum kann z.B. dazu führen, dass die Bindung zum Kind leidet und dass Machtkämpfe mehr und mehr vorkommen. 

Achte darauf, ob du anstatt von “Nein” nicht auch folgendes sagen kannst: 

A) “Nicht jetzt, gerne später”

Hier geht es darum, das Kind auf einen Zeitpunkt zu verweisen der in der Zukunft liegt und bei dem sein Wunsch in Erfüllung gehen wird. Z.B.: “Ja, natürlich kannst du ohne Autositz fahren, wenn du 12 Jahre alt bist!” oder “Ja, du darfst deinen Lolli nach dem Essen lutschen. Ich lege ihn hier auf diesen Teller, damit wir ihn nicht vergessen.”

B) “Ja, nachdem du deine Aufgaben erledigt hast”

Ja natürlich darfst du mit deinen Freunden draußen spielen. Nachdem deine Hausaufgaben fertig erledigt sind.” Hier geht es nicht darum, das Kind zu etwas zwingen zu wollen!! Vielmehr geht es darum positiv auf eine Frage des Kindes zu reagieren (anstatt gleich “nein” zu sagen) und dabei z.B. auf Familienregeln zu verweisen. Auch hier geht es darum dem Kind zu vermitteln: Ich sehe dich und deine Bedürfnisse und diese sind mir wichtig. Ich wünsche mir, dass zuerst etwas geschieht (Hausaufgaben/Aufräumen/etc), damit es später nicht mehr erledigt werden muss. 

C) “Ich muss erst darüber nachdenken.

“Anstatt gleich “Nein” zu sagen gebe deinem Kind die Antwort: “Ich muss darüber erst nachdenken. Ich komme zu dir und sage dir Bescheid, wenn ich mir in meiner Antwort sicher bin.” Die kleine Aussage “Ich komme zu dir und sage dir Bescheid” führt dazu, dass sich Kinder gesehen fühlen. Auch hier geht es also darum, dem Kind zu zeigen: Ich sehe dich und deine Bedürfnisse und diese sind mir wichtig – ich nehme mir Zeit um zwei konkurrierende Wünsche (z.B. deinen und meinen) zu vergleichen und eine Lösung zu finden. All dies kann man selbstverständlich auch so mit dem Kind ansprechen! 🙂 

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