Die Macht des Zuhörens: Wie aktives Zuhören Kindern stärkt

In einer Welt, die von ständiger Ablenkung und Hektik geprägt ist, ist es so wichtig, Kindern zuzuhören! In der Kommunikation mit Kindern ist aktives Zuhören ein wichtiges Mittel, um Vertrauen aufzubauen und Kinder in ihrer mentalen Gesundheit zu fördern.

Indem wir Kindern zeigen, dass wir ihnen zuhören und sie verstehen wollen, sind wir ein wichtiges Vorbild für soziale und emotionale Kompetenzen, die wir ja auch in den Kindern sehen wollen! In diesem Beitrag lernst du, wie dir aktives Zuhören gelingt!

Was ist aktives Zuhören?

Aktives Zuhören beinhaltet, nicht nur die Worte des Kindes zu hören, sondern auch zu verstehen, was es wirklich fühlt und braucht. Es bedeutet, präsent zu sein, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und einfühlsam darauf zu reagieren.


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Warum ist aktives Zuhören in der Kommunikation mit Kindern so wichtig?

Durch aktives Zuhören zeigen wir Kindern, dass wir ihre Gedanken und Gefühle wertvoll sind. Dies ist wichtig für Selbstwertgefühl, Emotions-Regulations-Fähigkeiten und stärkt sozial-emotionale Kompetenzen (siehe z.B. Jones & Hughes, 2019; Jonsdottir & Fridriksdottir, 2020).

Aktives Zuhören fördert außerdem konstruktive Konfliktlösung und reduziert Stress (siehe z.B. Tabieh et al., 2021; Teng et al., 2020).


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Wie funktioniert aktives Zuhören?

Hier sind drei konkrete Tipps, wie du durch aktives Zuhören deine Kommunikation mit Kindern verbessern kannst:

  1. Sei präsent und aufmerksam: Wenn Kinder mit dir sprechen, nimm dir bewusst Zeit, ihnen zuzuhören. Blickkontakt und eine offene Körperhaltung signalisieren Kindern, dass du ihnen deine volle Aufmerksamkeit schenkst.

    Beispiel: Ein Kind kommt aufgeregt zu dir und möchte dir etwas erzählen. Statt nebenbei auf dein Handy zu schauen (oder ähnliches), knie dich einen Moment zu ihm hinunter, schau ihm in die Augen und höre ihm zu. So zeigst du Kindern, dass sie und ihre Meinung wichtig sind!
  2. Nutze aktive Zuhörtechniken: Zeige Kindern, dass du ihnen wirklich zuhörst, indem du die gesagten Worte in deinen eigenen Worten zusammenfasst, Verständnis zeigst und offene Fragen stellst. Dadurch ermutigst du Kinder, ihre Gedanken und Gefühle mit dir zu teilen und darüber zu sprechen!

    Beispiel: Ein Kind erzählt dir von einem Streit mit einem Freund. Einige mögliche offene Fragen könnten sein: „Was genau ist passiert?“, „Wie geht es dir damit?“, „Was glaubst du würde dein Freund dazu sagen?“, „Was könntest du jetzt tun?“
  3. Zeige Empathie und Verständnis: Versetze dich in die Lage des Kindes und reagiere einfühlsam auf seine Gefühle. Oft wollen Erwachsene sofort Lösungen anbieten oder Kinder belehren. Um Kinder jedoch in einem gesunden Umgang mit Gefühlen zu stärken ist es wichtig, dass sich Kinder zunächst verstanden fühlen! Erst dann sollte unser nächstes Ziel sein, Kindern bei Bedarf unsere Unterstützung anzubieten.

    Beispiel: Ein Kind ist traurig, weil es nicht zu einer Geburtstagsfeier eingeladen wurde. Anstatt seine Gefühle klein zu reden („Ist doch nicht so schlimm, du brauchst nicht traurig sein!“) zeige ihm, dass es traurig sein darf und dass du für es da bist (warum das wichtig ist liest du in unseren Blogbeitrag „Warum alle Gefühle wichtig sind“). Nicht immer braucht die Traurigkeit eine Erklärung oder eine Lösung! Führt dann erst gemeinsam ein Gespräch über die Situation.

Aktives Zuhören stärkt nicht nur die Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern, sondern es fördert auch Selbstwertgefühl, reduziert Stress, hilft bei der Regulation von Gefühlen und erleichtert die konstruktive Konfliktlösung.

Wenn Kinder das Gefühl haben, dass sie gehört werden und dass ihre Meinung wichtig ist, entwickeln sie ein gesundes Selbstbewusstsein und lernen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken.

Indem wir selbst Kindern aktiv zuhören, lernen auch die Kinder anderen aktiv zuzuhören! Egal ob als Elternteil, Erzieher*in oder Lehrkraft – wir sind wichtige Vorbilder in Sachen Kommunikation!

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Literaturangaben:

Jones, S. M., Bodie, G. D., & Hughes, S. D. (2019). The impact of mindfulness on empathy, active listening, and perceived provisions of emotional support. Communication Research, 46(6), 838-865.

Jonsdottir, I. J., & Fridriksdottir, K. (2020). Active listening: Is it the forgotten dimension in managerial communication?. International Journal of Listening, 34(3), 178-188.

Tabieh, A. A., Al-Hileh, M. M., Abu Afifa, H. M., & Abuzagha, H. Y. (2021). The Effect of Using Digital Storytelling on Developing Active Listening and Creative Thinking Skills. European Journal of Educational Research, 10(1), 13-21.

Teng, E., Zhang, L., & Lou, M. (2020). I am talking but are you listening? The effects of challenge and hindrance stressors on effective communication. Human Performance, 33(4), 241-257.


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